Herrschaftsstabilisator und Nutznießer

Das österreichische Bauunternehmen Swietelsky und die Beteiligung an der „Straße der SS“

Autor/innen

  • Raphaela M. Bollwein

DOI:

https://doi.org/10.60658/mug.v15i1.57

Schlagworte:

Zwangsarbeit, Nationalsozialismus, Wirtschaftsgeschichte, Holocaust

Abstract

Die Bauwirtschaft des NS-Regimes legte den Grundstein für die erfolgreiche Etablierung zahlreicher Unternehmen, von denen viele bis heute tätig sind. Dazu gehört auch Swietelsky, ein österreichisches Unternehmen, dessen internationale Tätigkeit auf dem Einsatz von jüdischen Zwangsarbeitern beruhte, die während des Zweiten Weltkrieges für den Profit der Firma ausgebeutet wurden. Eine exzessive Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten, maßlose Gebietsansprüche sowie Unternehmer, die im Dienst des Deutschen Reiches wirkten, ermöglichten die „Vernichtung durch Arbeit“ auf den Baustellen innerhalb und außerhalb des Deutschen Reiches. Über einen Zeitraum von 75 Jahren wurde dieser Aspekt in den Unternehmensdarstellungen nicht berücksichtigt.

Heinrich Himmler (3. von rechts) beim Besuch eines jüdischen Zwangsarbeitslagers an der „Straße der SS“ mit Friedrich Katzmann (2. von links, Hand am Gürtel), vermutlich August 1942

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Veröffentlicht

27.09.2026